In Schottland befinden sich viele große Seen, die zum Teil sehr tief sind. Der
berühmteste ist wohl der Loch Ness in den Highlands. Er ist 37 km lang, 1,5 km
breit und bis zu 230 m tief. Damit ist er flächenmäßig der zweitgrößte See
Schottlands, nach dem Loch Lomond. Vor 400 Millionen Jahren zerriss der so
genannte Great Glen das schottische Hochland in west-östlicher Richtung. Die
Spalte füllte sich in der letzten großen Eiszeit mit Wasser. Im frühen 19.
Jahrhundert wurde das Gebiet von dem Ingenieur Thomas Telford zum 90 km langen
Caledonian Canal umgestaltet. Diese Wasserstraße hat 29 Schleusen, die die
Höhenunterschiede des Great Glen ausgleichen sollen. Gespeist wird das Gebiet
von drei Lochs, dem Loch Lochy im Westen, dem Loch Oich in der Mitte und dem
Loch Ness im Osten.
Die Seeungeheuer der Lochs
Berühmt ist der Loch Ness hauptsächlich wegen seines Seeungeheuers Nessie. Es
soll sich dabei um eine Seeschlange oder um einen noch aus der Urzeit stammenden
Plesiosaurus handeln. Doch auch andere Seen sollen Seeungeheuer beherbegen. Im
Loch Lochy soll Lizzie leben, im Loch Oich Wee OichY und im Loch Morar Mhorag.
Dieser See an der Westküste der Highlands ist einer der tiefsten der britischen
Inseln. Er soll durch ein unterirdisches Kanalnetz mit dem Loch Ness verbunden sein.
Loch Lomond
Der Loch Lomond nordwestlich von Glasgow gilt als einer der schönsten Seen
Schottlands. Viele Gesänge und Gedichte rühmen ihn und seine Landschaft. Seit
2002 ist er Teil des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs. Am Westufer
kann man über die A82 über die gesmte Länge entlang fahren und an vielen Plätzen
anhalten, um die Schönheit des Geländes zu bestaunen. Das Ostufer ist nur über
eine Stichstraße zu erreichen, kann aber auf vielen Wanderstrecken erkundet
werden. Viele schöne alte Herrenhäuser und Burgen säumen das Ufer, wie das Loch
Lomond Arden House, das Loch Lomond Auchenhaglish House, Loch Lomond Balloch
Castle und das Loch Lomond Cameron House.